Venedig, auch La Serenissima genannt, ist, auf 100 Inseln erbaut, die Stadt der unzähligen Kanäle und Gondeln und bietet (nicht nur) Fotografen eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Motiven. Aber wann ist die Jahreszeit für einen Besuch? Hier mein Tipp…

Dieser Artikel ist zwar schon älter, aber beschreibt unseren Favoriten bei Reisezielen im Winter. Katrin und Christian von beforewedie.de hat dazu passend eine Blogparade gestartet und da darf unser Winterhiglight nicht fehlen 😃

Venedig besuchen – wann?

 

Das ist sicherlich Geschmackssache. Für mich persönlich steht fest: Venedig im Winter !

 

Einen Besuch der Lagunenstadt im Sommer kann ich persönlich mir nicht vorstellen – weder als Fotograf noch als „normaler“ Besucher. In der Saison ächzt die Stadt täglich unter Abertausenden von (Tages-) touristen. Auch benötige ich für meinen Teil den Anblick eines Kreuzfahrtriesen, der sich durch das Markusbecken schiebt und den Blick auf San Giorgio Maggiore versperrt, überhaupt nicht.

 

Venedig im Winter – kann das denn schön sein?

 

Definitiv: JA! Nach zwei Besuchen im Winter, kann ich nur sagen: es war eine gute Entscheidung, La Serenissima in dieser Jahreszeit kennenzulernen. Wenige Touristen, kalt aber trocken und mit dem, abends meist aufziehenden und früh morgens noch vorhandenen, Nebel zeigt sich der besondere Charme der Stadt. Venedig in schwarz-weiß

 

Was macht den Reiz aus?

 

Venedig ist alt, allüberall trifft der Blick auf bröckelnden Putz, vom Salzwasser zerfressene Holztüren an den zu den Kanälen gelegenen Wassereingängen und algenbewachsene Mauern. Genau dieser Verfall, der morbide anmutende Eindruck macht für mich den Reiz aus. Keine autobefahrenen Straßen, sondern enge Gassen, relative Ruhe – ab und zu unterbrochen von den Motoren der Motorboote und Wasserbusse.

Venedig im Winter

Kontrastprogramm, wenn man das Leben an einer Hauptverkehrsstraße gewöhnt ist. La Serenissima – die Durchlauchteste, nimmt den interessierten Besucher mit auf eine Zeitreise. Blickt man auf die zum Wasser gelegenen Portale der prunkvollen Palazzi, sieht man prächtig gekleidete Kaufleute und die mit wertvollen Stoffen, Gewürzen und sonstigen Waren gefüllten Speicher fast vor sich.

 

OK, etwas Phantasie gehört auch dazu – Anregungen für unser Vorstellungsvermögen bietet Venedig dennoch en Masse. Probiert es aus und traut euch: Venedig im Winter ist definitiv eine Reise wert. Aber Vorsicht: es könnte sein, dass ihr euch mit dem „Ich-muss-da-wieder-hin“-Virus infizieren – glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung! 🙂

 

 

 


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5 Gedanken zu „Venedig im Winter

  1. Wow, nicht nur exellentes Bildmateriel auch dein Geschriebenes hat mich begeistert. Und, ich kann es bestätigen. Immer Sommer war Venedig ein Graus. nie wieder. Im Winter würde mich das auch reizen. Feiner Tipp.

    1. Hallo Olaf,

      vielen lieben Dank für Dein Kompliment. Ich bin in Sachen Fotografie ja nun noch nicht sooo lange unterwegs und freue mich über jedes Lob aber auch über ehrliche Kritik. 😉

      Ich war im vergangenen Winter zweimal relativ kurz hintereinander in der „Serenissima“. Beim ersten Mal leider gesundheitlich so angeschlagen, dass ich gar nichts davon hatte und sich Frust breit machte. Der zweite Besuch zum Carnevale hat mich dann (auch fotografisch) mit der Stadt mehr als nur ausgesöhnt – im Sommer brauche ich es aber in der Tat nicht. Dazu hat mir die Stimmung im Winter zu sehr gefallen – auch wenn der meist triste Himmel mich auf manchem Foto gefrustet hat 🙂

      Ich kanns dir nur empfehlen: probier mal Venedig im Winter – es entschleunigt einen ungemein…

      lg,
      Annik

  2. jetzt habe ich mir wieder zeit genommen um so Richtig an deinem Bericht aus Venedigt durchgelesen .
    Es muss auch ein Tolle Ecke sein . Venedig im Winter es muss doch interessant sein . Wie ist das Regen Risicko im Winter ( Schnee kommt da bestimmt sehr selten aber Regen es muss doch irgendwan dort auch Regnen …)
    Tolle Bilder !

    1. Hallo Czoczo,

      wie gesagt, wir waren Anfang Dezember 2015 für fünf Tage in Venezia. Davon hatte ich gar nichts, weil eben krank. Geregnet hat es in der Zeit nicht ein einziges Mal. Dabei hatte ich mir extra noch stylische Gummistiefel besorgt – Stichwort Acqua Alta. von wegen.. ich hätte es echt gern mal erlebt. Pustekuchen. Trocken, teilweise blitzblauer Himmel und sonnig.

      Dann bin ich am 31.1. nochmal für drei Tage runtergeflogen, diesmal allein, zum Carnevale. Trocken, teilweise sonnig und mit bis zu 15 Grad auch meist angenehm. Einmal hat es spät am Abend leicht genieselt, mehr nicht. Erst am Morgen meiner Abreise hat es dann richtig geregnet. Ich verbuche das als persönlich „Glück gehabt“ – es muss nicht immer so sein. Schnee gibts hingegen generell wohl nicht soo häufig..

      Dunst/diesig hat man meist, im Verlauf des Tages verzieht sich das dann. Unterstreicht den einzigartigen Charme der Stadt, wie ich finde.

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