Hinter den hohen Mauern, die den Vatikanstaat in Rom umschließen, befindet sich ein wahrer Schatz, den der interessierte Besucher nach Voranmeldung unter fachkundiger Führung entdecken kann.  Los gehts…

 

Ich bin sicher, Sie werden genauso überrascht sein, wie wir! 😉 Einen Vorgeschmack finden Sie in dieser Galerie. (Alle Fotos dieser Galerie stammen von Norbert Seyfried – meinem Vater, und sind mit dessen Einverständnis veröffentlicht).

 

Grüne Oase im Vatikan

Vatikanische Gärten

Vatikanische Gärten in Rom

 

Die „Giardini Vaticani“ umfassen mit 44 ha mehr als die Hälfte des gesamten Staatsgebiets des Vatikanstaates und befinden sich im Westen der Vatikanstadt.

 

Neben der ca. zweistündigen Führung zu Fuß ist es seit einiger Zeit auch möglich, eine Tour mit einem so genannten Open-Bus zu buchen. Statt per Pedes geht es dann mit elektrischen Cabrio-Bussen und mit einem Audioguide durch die Anlage. Für fußmüde Rom-Besucher oder Personen mit Handicap durchaus eine Alternative.

Vatikanische Gärten

 

Wir haben die Führung zu Fuß bevorzugt – und das Mitte Juli und in einem der schwülsten Sommer die ich bis dato in Rom erlebt habe. Und wir waren schon oft im Sommer in Rom – so geschwitzt, wie im Juli 2015 habe ich jedoch, ehrlich gesagt, noch nie. Ich weiß gar nicht, wie oft ich dem Erfinder der Nasoni, der über die ganze Stadt verteilten Trinkbrunnen mit glasklarem, eiskalten Wasser, gedankt habe. Egal ob zum Stillen des Durstes oder mal wahlweise Kopf, Arme oder Füße abzukühlen – ohne die Nasoni wäre das nicht zum Aushalten gewesen.

 

 

Groß war daher die Freude, als wir festgestellt haben, dass auch innerhalb der vatikanischen Mauern das kühle Nass zur Verfügung steht und so zumindest am Anfang und am Ende der Führung eine herrliche Erfrischung möglich war.

Vatikanische Gärten

Unabhängig vom Nasone gilt: Nichtalkoholische Getränke dürfen selbstverständlich mitgebracht werden. Bei der Einlasskontrolle (Taschenkontrolle durch Röntgen) gefundene, nicht zulässige Getränke und Nahrungsmittel müssen an der Garderobe abgegeben werden.

 

Wie kommt man in die Gärten des Vatikan?

 

Der Besuch der vatikanischen Gärten ist nur nach Voranmeldung möglich. Die Führung zu Fuß kostet derzeit (Stand 03/2016) ohne Ermäßigung 32,-€, ermäßigt 24 €. Für die Tour mit dem Open-Bus werden aktuell 36,- € Normalpreis und 23,- € mit Ermäßigung fällig.

 

In beiden Varianten enthält das Ticket auch den Eintritt in die vatikanischen Museen inklusive der sixtinischen Kapelle. Museen und sixtinische Kapelle können ohne Führung besucht werden.

 

Tipp:

Achten Sie bei der Reservierung darauf, einen möglichst frühen Termin zu bekommen, so dass Ihnen im Anschluss an die vatikanischen Gärten noch genug Zeit für den Besuch der Museen und der sixtinischen Kapelle bleibt. Die vatikanischen Museen für sich sind schon riesig und beanspruchen viel Zeit, das teils extrem hohe Besucheraufkommen mit stop-and-go trägt zusätzlich dazu bei, dass alles etwas langsamer geht.

 

Wo kann ich mich anmelden?

 

Die Voranmeldung ist direkt über die Reservierungsseite der vatikanischen Museen möglich: Online-Tickets der vatikanischen Museen.

 

Auch, wenn man beim ersten Betreten der vatikanischen Museen glauben könnte, in den Vorbereitungen eines Popkonzertes oder auf einem Jahrmarkt zu sein: bedenken Sie, dass Sie den Vatikanstaat betreten – und dass dieser ganz eigene Regeln aufstellt.

Vatikanische Gärten in Rom

Halten Sie sich an diese „Regeln“, schon allein, um sich den Besuch nicht selbst zu verleiden. (Hiervon kann ich ein Lied singen, das ist aber eine Geschichte, die ich in einem anderen Beitrag erzählen werde).

 

Worauf sollte ich achten?

 

Zur Bekleidung schreiben die vatikanischen Museen in Ihren „Hinweisen für Besucher“:

 

„Der Zugang zu den Vatikanischen Museen, zur Sixtinischen Kapelle, zu den Vatikanischen Gärten und zur Peterskirche, wird nur jenen Personen gewährt, die anstandsvoll gekleidet sind (nicht erlaubt sind ärmellose Oberbekleidung, kurze Hosen, Miniröcke und Hüte).“

 

Für Fotografen wichtig:

 

„Das Fotografieren der Exponate und Ausstellungsräume ohne Blitz und Stativ ist erlaubt. Für das Aufstellen eines Stativs oder professioneller Geräte muß die Genehmigung der Direktion der Vatikanischen Museen eingeholt werden.

Das Benutzen von Handstativ Selfie-Stangen ist verboten.
Die Benutzung des Blitzlichtes ist im Inneren der Museen immer verboten.

In der Sixtinischen Kapelle ist das Fotografieren sowie die Aufnahme von Filmen und Videos verboten. Das Bewachungspersonal ist befugt eventuelles in der Sixtinischen Kapelle angefertigtes Bildmaterial zu beschlagnahmen.“

 

Keine Fotos der Sixtina?

 

Nein!

 

Wer als Fotograf vielleicht vor dem Besuch der Sixtina über mehrere Stunden durch die vatikanischen Gärten und anschließend in den prachtvollen Museen tolle Fotos geschossen hat, sollte es nicht darauf ankommen lassen, ob es nun klappt mit dem heimlichen Foto in der Kapelle. Auch, wenn zahllose Mitbesucher teils offen mit Tablets, Handy & Co ungeniert draufhalten!

 

Die Versuchung ist groß, ich kenne das, habe selbst schon zweimal mit mir gehadert. Letztlich ist mir persönlich das Risiko, meine Speicherkarte rausrücken zu müssen oder eine rabiate Löschung zu veranlassen, zu hoch. Zumal man nicht glauben sollte, die offiziellen Posten am Eingang der Kapelle seien allein. Entsprechendes Personal befindet sich auch in zivil immer (!) unter den Besuchern.

 

Unabhängig von einer drohenden Konfiszierung: wir Fotografen sollten uns freuen, dass im Inneren des Kirchenstaates das Fotografieren nicht eingeschränkt ist und wir so die Gelegenheit haben, tolle Bilder zu machen. Je mehr Menschen sich jedoch *nicht* an die (nachvollziehbaren) Verbote halten, umso möglicher wird es, dass irgendwann Kameras gänzlich verboten sind. Dann haben wir uns einen echten Bärendienst erwiesen!

 

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2 Gedanken zu „Tipps | Vatikanische Gärten – Kleinod hinter hohen Mauern

  1. Tolle Tipps! In den Vatikanischen Gärten war ich bisher nicht, ich war nach dem Besuch der Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle immer zu erschöpft ^^ Aber das sollte ich wohl nachholen. LG

    1. Hallo Steffi,

      freut mich, wenn meine Tipps hilfreich sind!

      Ich kann es nur empfehlen.. vielleicht in der umgekehrten Reihenfolge oder die Gärten „standalone“. Wir waren im absoluten Hochsommer dort, die Führung begann gegen zehn Uhr früh.. und, ganz ehrlich, gegen Ende wäre ich fast in den Streik gegangen. Dabei bin ich ein Sommer-Sonnen-Wärme-Mensch.. aber nach zweieinhalb Stunden zu Fuß bei 35 Grad und gefühlt 90% Luftfeuchte war auch ich irgendwann fertig.. gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

      Wenn Du schon einmal in den Museen und der Sixtina warst, ist „nur Gärten“ vielleicht eine Option.. In den Museen und Sixtina war ich auch nur noch ein zweites Mal, weil wir meinen Vater dabei hatten und ich ihm die Möglichkeit der Museen usw eben auch geben wollte..

      lg,
      Annik

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