In einem anderen Beitrag habe ich die Möglichkeiten der Anreise nach Rom aufgezeigt, logisch, dass es jetzt um die Frage geht „wie komme ich IN Rom von A nach B?“ Vorweg: es führen nicht nur viele Wege nach Rom, es gibt auch zahllose Möglichkeiten innerhalb Roms.. Eine der schönsten ist, Rom zu Fuß zu erkunden!

 

Rom zu Fuß ?

Das Centro Storico, also die Altstadt Roms, ist flächenmäßig recht klein. Viele Ersttäter wundern sich, genau wie wir, wie dicht doch alles beieinander liegt. Was auf den ersten Blick seltsam klingt, ist in der Praxis geradezu genial: nahezu alle Spots, die sich unwillkürlich vor das innere Auge schieben, wenn man an Rom denkt, liegen sehr eng beieinander. So kommt es, dass man sich Rom perfekt „erlaufen“ kann.

 

Eine Methode, die ich jedem, der nicht nur husch-husch-gucken-knipsen-und-weiterrennen möchte, sehr ans Herz legen möchte! Der Weg ist hier noch viel mehr das Ziel, als anderswo! Zu schön sind die Gassen und Plätze, das Gewusel und Gebrumme der Stadt. Unzählige versteckte Winkel und Nischen fallen einem auf, auf die man anders gar nicht achten würde oder könnte. Lasst Euch treiben und nehmt die Stadt mit Augen, Ohren und Nase auf – dann nähert ihr Euch einer der schönsten Städte der Welt auf die einzig richtige Weise. Die Kakophonie des wahnsinnigen Straßenverkehrs mit seinen charakteristischen Martinshörnern, die Gerüche auf einem der Märkte, der Duft leckerer italienischer Speisen aus den unzähligen Trattorien, Osterien und Bars. Und erst der unverwechselbare Duft des herrlichen Kaffees, der durch die Gassen zieht! Wer sich nicht darauf einlässt, verpasst vieles von dem, was die ewige Stadt ausmacht und süchtig nach ihr macht!

 

Wer Angst hat, sich in dem Gassen- und Straßengewirr zu verlaufen, dem möchte ich sagen: traut Euch, auch das zu tun! Verlauft Euch und findet euren eigenen, vielleicht anderen als im Reiseführer beschriebenen, Weg und erschließt Euch „euer“ Rom auf ganz persönlichen Pfaden. Ein totales Verlaufen, so mit „Hilfe, ich finde nie wieder zurück!“ ist in dieser wundervollen Stadt schlichtweg ausgeschlossen! OK, wer vielleicht in EUR aus einem Bus fällt und dann versucht, zu Fuß zum Colosseum zu kommen, dem mag das gelingen, aber wir reden ja hier konkret vom Centro Storico, dass es zu Fuß zu entdecken gilt 😉

Noch eine Anmerkung zum geflügelten Wort „in Rom gibt es zwei Arten von Fußgängern: die schnellen und die toten“ (zitiert aus einem mir vorliegenden Reiseführer):

Ja, der Straßenverkehr ist, gerade an den Hauptadern, übermächtig und ziemlich chaotisch. Rote Ampeln werden an den Hauptknotenpunkten beachtet, allerdings fahren bei grün auch alle gleichzeitig los. Und „alle“ meint, alles was sich gerade dort befindet. Auf einer zweispurigen Straße können durchaus auch drei Autos nebeneinander stehen und dazwischen noch drei Motorroller. Das ist für Otto-Normalfußgänger unübersichtlich und verwirrend.  Wer sich an folgende Punkte hält, kommt auch unbeschadet auf die gewünschte Straßenseite:

  • Straße zügig überqueren, Blick geradeaus gerichtet
  • auch bei heranfahrenden Fahrzeugen nicht zögernd langsamer werden oder, noch schlimmer, stehen bleiben – die motorisierten Verkehrsteilnehmer geben dann nämlich Gas statt, wie bei uns häufig der Fall, anzuhalten
  • nicht den Blickkontakt zum Fahrer suchen – das wird als Unsicherheit interpretiert und im Zweifel gibt man Gas 🙂
  • mischt Euch unter die anderen Wartendenden und nutzt die Gruppe aus – mitteinrein und los 🙂

 

Noch was zur Beruhigung:

Nach den ersten Stunden werdet ihr sehr viel sicherer! Versprochen! Das geht u.U. so weit, dass ihr, wieder zu Hause, in römischer Manier einfach auf die Straße tretet – mir passiert und es war mega-peinlich 😀

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Tipps | Rom zu Fuß

  1. haha, deine Hinweise zur Straßenüberquerung erinnern mich doch stark an das Verhalten, was auch auf Thailands Straßen nötig sein kann. Dort war ebenso Kamikaze-Straßenverkehr, was aber auch gewisse Vorteile hatte. Gut zu wissen, dass ich das dort gelernte Verhalten in Rom einfach wieder ausgraben kann.

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